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Team ÖHD wieder komplett

Foto: Caritasverband Bruchsal e.V.
(v.l.n.r.: Tanja Brucker, Sarah Franz, Tanja Wolbert, Sabina Stemann-Fuchs, Ulrike Fank-Klett)Das hauptamtliche Team um den ökumenischen Hospiz-Dienst Bruchsal (ÖHD) ist wieder komplett.
In Trägerschaft von Caritas und Diakonie liegt die Geschäftsführung beim Caritasverband und damit bei der 1.Vorsitzenden Sabina Stemann-Fuchs. Nach Umstrukturierungen freuen wir uns über unsere Bereichsleitung Tanja Brucker, zuständig u.a. für den Bereich „Alter und Gesundheit“.
Infolge des Ausscheidens von Claudia Kraus, welche als Koordinatorin über 10 Jahre den ÖHD maßgeblich mitgestaltet hatte, begrüßen wir unsere neue Kollegin Sarah Franz. Als Sozialpädagogin bringt sie reichlich Erfahrung aus Beratung und Begleitung mit. Sie ergänzt und erweitert damit das bestehende Koordinations-Team um Tanja Wolbert und Ulrike Fank-Klett.
Als ambulanter Hospiz-Dienst begleiten wir ehrenamtlich Schwerstkranke und Sterbende auf ihrem letzten Lebensweg. Auch An- und Zughörige finden offene Ohren und Herzen für ihre Anliegen, Fragen und vielleicht Unsicherheiten. Trauernde können über ihre Gefühle und Gedanken ins Gespräch kommen.
Begleitungen bis zum Lebensende bieten wir (im nördlichen Landkreis Karlsruhe) in der Häuslichkeit, in Pflegeheimen, im Krankenhaus Bruchsal und stationären Hospiz Arista Nord an. Unsere Ehrenamtlichen schenken ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Interesse, sind „einfach da“.
Voraussetzung für das Ehrenamt ist eine Qualifizierung zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung, welche wir jährlich anbieten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns:
Ökumenischer Hospiz – Dienst Bruchsal
Tunnelstr.10, 76646 Bruchsal
Tel. 07251 – 94 29 56 8
Mail: hospiz@caritas-bruchsal.de
Spendenkonto: Caritasverband Bruchsal e.V.
Verwendungszweck: Spende ÖHD
IBAN DE85 6635 0036 0000 0049 87
Text: Ulrike Fank-Klett
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Weit – mancher Weg ist weit

Mit diesen Zeilen des Liedermachers Jürgen Werth eröffnet Pfarrer Achim Schowalter die Jahresgedenkfeier des ökumenischen Hospiz – Dienstes Bruchsal (ÖHD). Ja, mancher Weg ist weit und wie gut, wenn dieser Weg begleitet gegangen werden kann.
Ein Meer an Lichtern erinnert an jene Menschen, denen der ÖHD 2025 auf ihrem letzten Lebensweg zur Seite gestanden hat. Angehörige der Verstorbenen sind eingeladen, auch in diesem Rahmen ihren Lieben zu gedenken, der Trauer Ausdruck zu geben.
„Alles hat seine bestimmte Stunde und seine Zeit“, so Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider in ihrer Ansprache. „Geboren und sterben, pflanzen und ernten, niederreißen und aufbauen, lachen und weinen…“ Die Rockband Puhdys singt: „Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, dass er zu früh geht. Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt, es ist Zeit, dass er geht.“ Als Menschen sind wir dem Reigen der Natur, der Vergänglichkeit unterworfen. Bereits im Alten Testament findet sich die Verbindung von Natur, Sterben und Begräbniskultur.
Wie nahe sich Tod und Leben begegnen, zeigt sich ihr in der Begegnung mit einem kleinen Jungen, den sie, nach einer intensiven Trauerfeier, versunken in der Beobachtung eines Eichhörnchens entdeckt.
Traditionell werden in der Jahresgedenkfeier auch neue Ehren- und Hauptamtliche des ÖHD begrüßt, Jubiläen geehrt und Ausscheidenden gedankt.
Tanja Tischmeyer, Dienststellenleitung Diakonisches Werk Bruchsal, und Tanja Brucker, Bereichsleitung Alter und Gesundheit bei Caritas Bruchsal, sprechen den Segen für die aktiven ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen des ÖHD.
Der Gospelchor Forst, unter der Leitung von Klaus Heinrich, bettet die Feier wieder stimmungsvoll und einfühlsam in wunderbare Klänge- wie z.B. „Cradle me Lord“, „Deine Zeit steht in meinen Händen“, „Von guten Mächten“ und besonders berührend „Gott segne dich“ zum Ausklang.
Text: Ulrike Fank-Klett -
Lächeln Sie, solange Sie noch Zähne haben
So der Rat einer alten Dame kurz vor ihrem Tod an Petra Frey, ihre ehrenamtliche Sterbebegleiterin.
Anlässlich der beiden Jubiläen 30 Jahre ökumenischer Hospizdienst (ÖHD) und 25 Jahre Förderverein Ökumenischer Hospizdienst (FÖHD) fand sich im Bruchsaler Ehrenbergsaal ein begeistertes Publikum ein. Helge Pönnighaus freute sich in seiner Begrüßung, den „ersten Auftritt“ im neuen Amt als 1.Vorsitzender des FÖHD bei dieser Lesung haben zu können.
Charmant, tiefgründig und humorvoll erzählt Petra Frey (Schauspielerin Petra Auer) von ihren reichen Erfahrungen in der Begleitung am Lebensende. Eine Gratwanderung- schließlich geht es um den Tod.
Durch das frühe Versterben ihrer Eltern kam sie ganz persönlich mit vielen Facetten von Sterben- Tod und Trauer in Berührung. Während bei ihrem Vater alles sehr dramatisch verlief und sie sich nicht mehr von ihm verabschieden konnte, erlebte sie das Sterben ihrer Mutter im Hospiz „versöhnt“- „bitte- einmal- wenn es so sein muss, dann würdevoll“. Und dieses „würdevoll“ kann sich auch im Geschmack einer einzelnen frischen Erdbeere erfahren lassen, einem letzten Lebens-Wunsch.Beim ersten Einsatz als ehrenamtliche Sterbebegleiterin (nicht zu verwechseln mit „Sterbehelferin“!) fühlte sie sich aufgeregt und „bereit, die Welt zu retten“. Doch was tun, wenn der nette Herr, der eigentlich nicht mehr ansprechbar war, die Augen aufschlägt, seinen Hunger bekundet und sie nicht weiß, wie sie ihm die heiße Suppe geben kann? Nicht nur bei den anwesenden Ehrenamtlichen löst seine Reaktion herzliches Lachen aus: „Frau Frey, probieren Sie sich ruhig bei mir aus, bei mir geht nix mehr kaputt“.
Virtuos begleitet Manuel Ehlich (Musikpädagoge und Profi-Schlagzeuger) seit 2019 die Lesungen. Mit Marimbafon und Ufo zaubert er Klänge, die einen zwischen den einzelnen Geschichten nach schwingen, frei werden und neu einstimmen lassen.
Einstimmen auf berührende Begegnungen am Lebensende.
Da gibt es die Feng-shui-Beraterin. In klaren Momenten traute sie sich das erste Mal offen und ohne Angst von ihrer wahren Liebe zu erzählen – nicht dem lieben und anständigen Ehemann, sondern der Schwägerin. Eine Liebe, die zu jener Zeit nicht offen gelebt werden konnte.Oder die zierliche Dame, erkrankt an Bauchspeicheldrüsenkrebs, welche zuhause von ihrem Mann in ein karges Zimmer ohne persönliche Gegenstände gelegt wurde. „Mein Mann hat das so entschieden, er wollte nicht, dass der Teppich schmutzig wird, wenn ich mich wieder übergeben muss“. Sie hatte ihr Leben auf die Bedürfnisse von Ehe, Familie und Beruf des Mannes ausgerichtet, lebte weder eigene Wünsche, noch erlaubte sie sich, die ungeliebte Bindung zu lösen. Am Lebensende durfte sie jedoch erfahren, dass da jemand bei ihr saß, ihre Trauer über ungelebtes Leben mit aushielt und Raum für ihre Geschichte schenkte. Danach verstarb sie.
„Wenn du merkst, dass du mehr auf Beerdigungen als auf Partys gehst, weißt du, dass du alt bist.“ Die Chemotherapie hatten der ehemaligen Schauspielerin zwar ihre Haare genommen, jedoch nicht ihre Würde und unbändige Lebensfreude. Mit, ebenfalls betagten, Freundinnen gab es Dialoge wie „Liebchen, du hast ja zugenommen! Oder bist du jetzt in dem Alter, wo man ein paar Kilo mehr braucht, um die Haut zu straffen?“ „Na hör mal, was denkst du denn? Ich habe mich nur ein wenig weiterentwickelt“- gefolgt von ungestümem Lachen und herzhaften Umarmungen. Sie schaffte es, ihre letzten Momente selbst zu inszenieren. Im Kreise geladener, ihr wichtiger Menschen, tat sie den letzten Atemzug, nachdem sie verkündet hatte „Ich bin dann mal tot“.
Kann man sich aufs Sterben vorbereiten? Überraschenderweise signalisieren die meisten aus dem Publikum, eine Patientenverfügung zu haben. Heute überlegen, was mir am Lebensende wichtig ist – das tut mir wohl und befreit Familie, Freunde, Bevollmächtigte vor großem Rätselraten in einer oft fordernden Zeit. Brauche ich warme Socken? Liege ich gerne auf der Seite? Möchte ich Zucker im Kaffee? Und natürlich die ganzen medizinischen Fragen. Für Auto und Haus wird meist gründlich vorgesorgt – doch für das Lebensende?
Wenn die Ehefrau auf ihrem Sterbebett liebevoll den Ehemann bittet, nach ihrem Tod keine Daueraufträge abzuschließen („sonst fällt nicht auf, wenn du nicht mehr aus der Wohnung kommst“) oder sich der 80-jährige Schreinermeister schelmisch darüber freut, dass er, dem aufgrund seiner Erkrankung Zähne ausfallen, in seinem Alter noch etwas für die Zahnfee hat, führt uns Petra Frey ganz nah an das Leben- das Leben bis zum letzten Atemzug.
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Ernte – Dank
Ökumenischer Hospizdienst (ÖHD) feiert 30-jähriges, Förderverein (FÖHD) 25-jähriges Bestehen
„Umarmt“ vom einfühlsamen „Cradle me Lord“ des Gospelchores Forst (unter der Leitung von Klaus Heinrich) und dem herzlichen Willkommen durch Pastor Uwe Saßnowski, begann der Gottesdienst zu Ehren der beiden Jubiläen. 55 Jahre Engagement- und damit zahllose Gründe, dankbar zu sein und auf reiche „Ernte“ zu blicken. Lässt sich im Bereich Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung von „Ernte“ sprechen? Vielleicht ein etwas ungewöhnlicher Begriff? Sabina Stemann-Fuchs (Vorsitzende des Caritasverbandes Bruchsal e.V.) und Tanja Tischmeyer (Dienststellenleitung Diakonisches Werk Bruchsal) weiteten in ihrer Begrüßung der Trägerschaft den Blick genau hierfür- allein in der Begleitung auf dem letzten Lebensweg konnten mehr als 1700 Betroffene und deren Umfeld in einer sehr fordernden Zeit achtsam unterstützt werden. Trauernde fanden Raum für Gefühle, Gedanken, Tränen. Hilfesuchenden konnte durch kompetente Beratung weitergeholfen werden. Der Dienst hat sich, auch über schwere Zeiten hinaus, weiterentwickelt. Über die Jahre waren es mehr als 220 Ehren- und Hauptamtliche. Heute begleiten ca. 70 Ehrenamtliche zuhause, in Pflegeheimen, dem Krankhaus Bruchsal und im stationären Hospiz Arista Nord. Große Dankbarkeit richtet sich an all die Gründungsmütter und -väter, an Hospiz-/Palliativnetzwerke und Dachverbände, an Krankenkassen, Kommunen und natürlich an Spender:innen, die manches erst möglich machen, wie z.B. die Trauerbegleitung. Den größten Dank jedoch gebührt die zahlreichen Ehrenamtlichen, welche immer wieder Zeit, Kompetenz und Herz schenken.
Bernd Gärtner als ehemaliger Leiter des ÖHD erzählt eindrucksvoll von den Anfängen des ÖHD, z.B. wie aus einer „katholischen Idee“ eine „ökumenische“ wurde. In einer Zeit, in der es noch keine Förderung der Krankenkassen gab, machten sich Caritas und Diakonie auf den Weg- den Weg einer Bürgerbewegung, Sterben wieder würdevoller zu gestalten. Herausfordernd war die Zeit, als damaliges kirchliches Arbeitsrecht zu einer Krise im Dienst führte, was schlussendlich zu Trennung und Neugründung einer zweiten Hospizgruppe führte. Doch so können heute weitaus mehr Menschen begleitet werden als nur durch einen Dienst alleine.
Achim Fischer, 2.Vorsitzender FÖHD, lenkt den Blick auf Finanzen und damit den Anlass zur Gründung des FÖHD. Ziel des Fördervereins ist, die Arbeit des ÖHD zu unterstützen- mit zahlreichen Benefizveranstaltungen, dem jährlichen Flohmarkt, Lesungen u.a. Die Förderungen der Krankenkassen alleine reichen nicht aus, um da Engagement des ÖHD auf solide Beine zu stellen.
„Order my steps“ des Gospelchores führen uns einfühlsam zum Herbsttag von Rainer Maria Rilke. Gemeindereferentin Marieluise Gallinat-Schneider nimmt uns in dessen Gedanken mit. Sie erinnern an den Rhythmus der Natur- Werden, Wachsen, Reifen, Vergehen und damit auch an Sterben und Tod. Wie sehen „Lebens-Ernten“ aus, was ist wichtig, „zu sammeln“? Wenn Sterbebegleitende „da bleiben“, sich nicht abwenden, helfen sie, die Sonne noch einmal zu spüren, Zuwendung, Wertschätzung und „Ernte“ erfahren zu können.
In den anschließenden Fürbitten finden mit Worten und Symbolen die vielen Anliegen all jener Gehör, die selbst betroffen oder in der Begleitung aktiv sind.
Was bedeutet für Sie „würdevolles Sterben“ und was braucht es dafür? Diesen Fragen stellen sich Sozialdezernentin Margit Freund, Oberbürgermeistern Sven Weigt und Pfarrerin Andrea Knauber. Schnell zeigt sich, was viele von uns am Lebensende wünschen – ein persönliches Umfeld mit Familie, Freunden, unserem zuhause und liebevoller Zuwendung.
Auch die Frage nach dem Wunsch-Sterbeort kann wichtig sein. Andrea Knauber eröffnete damit die Fotoausstellung „Ein schöner Ort zum Sterben?!“, welche noch bis 31.10.25 in der Stadtkirche besucht werden kann. Die Ausstellung möchte zum Nachdenken und Austausch einladen. Vielleicht wissen meine Lieben dann, was ich mir in meinen letzten Minuten des Lebens wünschen würde – irgendwann.
Nachdem die Koordinatorinnen Tanja Wolbert und Ulrike Fank-Klett einladen, den Samen der Hospizarbeit weiter zu tragen, bedankt sich Tanja Brucker, Bereichsleitung ÖHD, bei allen Akteurinnen und Akteuren für die wunderbare Gestaltung und Durchführung.
Beim anschließenden Ausklang gibt es weitere Ernte zu genießen – das köstliche Buffet von Culintas unter der Leitung von Silke Kapelakis- ein Gedicht….und eine Spende von Rotary Bruchsal-Bretten, welche ihr aktueller Präsident, Dr.Christian Waterkamp, mit großem Dank an den FÖHD überreichte.
Text: Ulrike Fank-Klett
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Am 25.10. fand im Ehrenbergsaal die Veranstaltung „Wir sind angekommen- 1 Jahr ARISTA NORD “statt.
Als Kooperationspartner, der im Hospiz- und Palliativzentrum in der Tunnelstraße 10 mit angesiedeltist, feierten 28 Mitarbeitende unseres Ökumenischen Hospiz-Dienst (ÖHD) an diesem Abend mit. AlsTeil der Theatergruppe Arista stellte der ÖHD seine Tätigkeit als Besuchsdienst, der sich Menschenwidmet, die mit einer lebensverkürzenden Erkrankung konfrontiert sind, im Rahmen einesTheaterspiels vor.
Am Getränketisch, an dem die Besucher mit einem Sekt empfangen wurden fanden sichEhrenamtliche so wie hauptamtlich Tätige des ÖHD ein, um auch nach der Veranstaltung alle mitGetränken zu versorgen. Nebenbei hatten wir Zeit für einen regen Austausch und gute Gesprächemit den Besuchern. Einen herzlichen Dank an die fleißigen Mitarbeitenden des ÖkumenischenHospiz-Dienst- ohne sie wäre der Abend sehr trocken geworden!
Wenn Sie Fragen zu unserem Dienst haben wenden Sie sich gern an uns. Wir beraten und besuchenschwerstkranke Menschen und ihre Familien im häuslichen Bereich.
Sie erreichen uns Montag-Freitag 08.00-16.00h unter folgender Telefonnummer:
07251-9429568
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Am Welthospiztag-Samstag den 12.10.24 – fanden sich Mitarbeiterinnen der Kooperationspartner Ökumenischer Hospiz-Dienst und ARISTA Nord, so wie des ambulanten Hospizdiensts der IGSL bei Sonnenschein und guter Atmosphäre in der Kaiserstraße ein, um die Hospizarbeit in Bruchsal vorzustellen.
Unter dem diesjährigen Motto HOSPIZ FÜR VIELFALT war und ist es uns eine Herzensangelegenheit die Bürgerschaft darüber aufzuklären, dass das Hospizangebot, sei es in der ambulanten, als auch der stationären Versorgung für alle Menschen, die mit einer lebensverkürzenden Krankheit konfrontiert sind angeboten wird. Unabhängig der Geschlechtlichkeit, Hautfarbe, Herkunft oder Weltanschauung- Hospiz ist bunt – wir widmen uns allen Menschen, die diese Unterstützung benötigen und wünschen.

Gerne sind wir für Sie da. Weitere Informationen erhalten Sie beim
Ökumenischen Hospiz-Dienst
07251-9429568 -
Haben Sie schon vorgesorgt? Und an eine Patientenverfügung mit Vorsorgevollmacht gedacht?
Bei uns erhalten Sie die allumfassende, ausführlich und gut erklärte Vorsorgemappe der Diakonie, Landkreis Karlsruhe.
Gerne beraten wir Sie nach einer Terminabsprache zu diesem Thema, Tel 07251-9429568.
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Vom 26.01.-28.01.24 trafen sich 13 Interessierte – darunter auch ein Mann- zum Grundseminar der Hospizbegleitungsausbildung des Ökumenischen Hospiz-Dienstes (ÖHD) Bruchsal im Seniorenzentrum St. Anton. Das Grundseminar ist der wichtigste Baustein des Kurses, denn hier geht es um die Auseinandersetzung und den Umgang mit persönlichen Abschieden und Verlusten, Sterbe-so wie Trauerphasen und den damit verbundenen ganzheitlich zu verarbeitenden Emotionen und Symptomen, die unter dem Begriff „Dimensionen des Sterbens“ bekannt sind .
Unter Anderem besuchten wir das Bestattungsunternehmen Philipp, welches in räumlicher Nähe des ÖHD Büros liegt, und wurden dort sehr gastfreundlich mit einem Frühstück empfangen. Herr Bös klärte uns über die vielfältigen Bestattungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Bestattungskulturen auf. Anschließend durften wir uns bei einem Rundgang über unseren wunderschönen Bruchsaler Friedhof Gedanken zu unserer eigenen Bestattung machen.
Wieder einmal konnten wir beobachten, wie schnell es, auf Grund des Themas und auch der Betroffenheit und persönlichen Erfahrungen, zu einer Offenheit und Nähe unter den Teilnehmenden kommt. Beim Erarbeiten des Themas ist der Austausch untereinander von großer Bedeutung und führt innerhalb kurzer Zeit zu einer emotionalen Verbundenheit.
Die Resonanz am Ende des Wochenendes war, dass alle sich auf das nächste Seminar Mitte März schon jetzt freuen.

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Beim Berichten über unseren ÖHD-Jahresgedenkgottesdienst am 16. Januar, fallen mir vor allem zwei Worte ein: Abschied und Neubeginn. Es war nicht mein erster Gedenkgottesdienst, wohl aber der erste als Mitarbeiterin im ÖHD und da ich in die Vorbereitungen nicht groß involviert war, war ich gespannt auf diesen Abend. Nach dem Gebet von Pfarrer Achim Schowalter, Marieluise Gallinat-Schneider und Nathalie Ockenfuß nahm uns Frau Gallinat-Schneider zunächst mit in den Tempel von Jerusalem. Hier begegneten wir Simeon, der die Erfüllung einer Verheißung erleben darf: Bevor er sterben muss, darf er den Heiland sehen. Nun kann er in Frieden aus dieser Welt gehen.
Ein Frieden, den wir all denen wünschen, für die die vielen Teelichter an diesem Abend die Stufen zum Altar in der Kirche St. Anton erleuchten. Sie stehen für die 102 Menschen, von denen wir im vergangenen Jahr Abschied nehmen mussten und die wir bis zu ihrem Lebensende begleiten durften. Claudia Kraus und Tanja Wolbert verlasen noch einmal ihre Namen; noch einmal erinnerten wir uns an sie.
Weitere Kerzen kamen hinzu, entzündet von Menschen, die erinnern wollten an Angehörige, Freunde, geliebte Menschen, die nicht namentlich genannt wurden.
Am Ende ist es ein Meer von Lichtern, von denen jedes einzelne zeigt, dass niemand vergessen ist. Bei aller Trauer um die Leben, die zu Ende gegangen sind, darf uns dieser Gedanke auch ein Trost sein: Sie alle leben weiter in den Herzen ihrer Familien und Freunde und in den Herzen der Ehrenamtlichen, die sie auf ihrem letzten Stück Weg begleitet haben.
Und mir kommt ein weiterer Gedanke, der diesen Gottesdienst so besonders macht: Die meisten von ihnen durften an dem Ort sterben, der ihr Zuhause war. Umgeben von den Menschen, mit denen sie ihr Leben geteilt haben und von denen sie geliebt wurden.
Viele haben dazu beigetragen, dass das möglich war. Auch wir als ÖHD durften
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Am Mittwoch, den 13.12.2023, waren die Mitarbeitenden des Ökumenischen Hospizdienstes wieder auf dem Bruchsaler Weihnachtsmarkt am Otto-Oppenheimer-Platz in der gemeinnützigen Hütte zu finden. Ab 12:30 Uhr präsentierten Haupt- und Ehrenamtliche in der Hütte neben der Bühne die Dienste des ÖHD.
Es wurden diverse weihnachtliche Artikel, Marmeladen, Liköre, Wollsocken und Stulpen zum Verkauf angeboten. Des Weiteren wurde das Sortiment durch Buchspenden des Autors Florian Stritzelberger und Plätzchenspenden von Schüler*innen der Carl-Dänzer-Grund- und Werkrealschule Odenheim erweitert.
Der Erlös kommt den Ehrenamtlichen des Ökumenischen Hospiz-Dienst in Form eines Osterfrühstücks in Cafe Momentle im Seniorenheim St. Anton zu Gute.
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Der ökumenische Hospizdienst ist umgezogen: Seit dem 03. November hat der ÖHD nicht mehr wie seit vielen Jahren gewohnt in der Friedhofstraße seinen Sitz. Künftig findet man unsere Mitarbeitenden – in unmittelbarer Nähe zu ihrer alten Wirkungsstätte – im neu errichteten Hospiz- und Palliativzentrum „Arista“ Nord in der Tunnelstraße 10. An den bisherigen Zuständigkeiten und Diensten sowie an der Trägerschaft des Caritasverbandes und der Diakonie ändert sich jedoch nichts.
Unsere Mitarbeitenden haben ihr neues Büro im Nebenhaus von „Arista“ Nord bezogen, wo auch das Palliative Care Team untergebracht ist. Von dort aus gestalten sie ihr Wirken, das der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen und deren Angehörigen gewidmet ist. Das Angebot der hauptamtlichen Mitarbeiter umfasst die Vermittlung der Ehrenamtlichen sowie die Schulung für Pflegekräfte in Heimen, zudem die Betreuung und Beratung der Betroffenen und Ihrer An- und Zugehörigen. Auch die Ausbildung neuer Ehrenamtlicher findet hier statt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen schwerkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige im Alltag und sind damit ein wichtiger Bestandteil in der ambulanten Palliativversorgung.
Künftig ist der ÖHD unter der Telefonnummer 07251/9429568 erreichbar.


